Villa Weißhaus Trier

Sanierung / Altbausanierung / Brandschutzmaßnahmen

Konzeption für eine Sanierung des Weißhaus Trier für weitere gastronomische Nutzung

 

Fakten

Planung LP 1-3 Haushaltsunterlage Bau

Das Weißhaus ist eine bemerkenswerte Anlage und hat für Trier und seine Bürger eine große historische Bedeutung.
Im 17. Jh. stand an dieser Stelle das sog. Weisshäuschen Besitz Gemeinde Pallien)

erstmals 1688 bezeugte erwähnung

ab 1773 im Besitz der Stadt Trier

1820 Trierer Oberbürgermeister Wilhelm v. Haw erwirbt  ,Weißhäuschen‘ von der Stadt Trier

1829 Neubau für private Wohnzweck errichten  durch  Oberbürgermeister Wilhelm v. Haw

große Aufforstungen erwiterung der Gärten  Standen den Trierer Bürgern zur Erholung zur Verfügung
Wohnhaus im klassizistischen Stil / dreiachsigen Repräsentationsfassade,  dreigeschossig
1846 Erwähnung Weißhaus in  „Panorama von Trier und seinen Umgebungen“

Erwerber, Prinz Heinrich der Niederlande . Errichtung Gewächshäuser, Grünhaus (heute Drachenhaus)

1879 Gründung Actien-Gesellschaft „Weißhaus-Verein“ durch Trierer Bürger

Ziel das Erholungsgelände „Gut Weißhaus“ nach Tod von Prinz Heinrich der Niederlande bewahrung „vor einem Übergange in Privateigenthum

Ausgabe von Anteilsscheine zu je 100 Mark / Übernahme der Kreditbürgschaft durch die Stadt Trier
1880 Renovierungen und Umwandlung des Privathauses Weißhaus „zu einer Wirtschaftslokalität“.

1901 erweiterung durch  Glashalle (nicht mehr erhaltene)

 Die Stadt ist seit dem Jahr 1919 im Besitz der Anlage nach der uÜbernahme noch bestehender Restschuld.
1967 Bau einer Klein-Kabinenbahn (Moselufer Zurlauben auf das gegenüberliegende Weißhausplateau)

1970 schlissung Weishaus
Entwicklung in einen desolatem Zustand.
1979  Idee einer Ferienanlage mit 100 Appartments  am Weißhaus – im Weißhauswald

BürgerInitiative „Rettet den Weißhauswald“  Pläne für Ferienanlage werden verworfen

Bauherren-Verfahren. ESiecherung Weißhaus

1984  ergänzung mit Restaurantneubau Wiedereröffnung
2014 fielen die letzten Anteile der Bauherrengesellschaft Weißhaus an die Stadt zurück.
Sie ist damit wieder alleinige Eigentümerin der weißen Institution hoch über dem Moselufer.

Seit April 2014 ist nicht mehr die Bauherrengemeinschaft, sondern die Stadt Trier Eigentümerin des Weißhauses. Zum Beginn des Jahres 2015 wurde der Restaurant-Betrieb durch das Pächter-Ehepaar aufgegeben.

Zunächst sollen in einer Untersuchung die Kosten für eine Wiederherstellung des genehmigten Zustands (Restaurant/Café) bzw. die Ertüchtigung nach heutigen Vorgaben ermittelt werden.
D.h. es sollen wichtige Fragen von anstehenden Reparaturen, festgestellten baulichen Mängeln, Instandsetzungen untersucht, sowie die Einarbeitung von geltenden Auflagen und Bestimmungen in einen Maßnahmenkatalog zusammengefasst und bewertet werden.

Die Liegenschaft Weißhaus besteht aus folgenden baulichen Strukturen:

A. Altbau von 1823 im neo-klassizistischen Stil, umgebaut 1984 Architekt Stadtbaumeister Johann Georg Wolff

B. Erweiterungsbau für Restaurantbereich, von 1984 Architekt Josef Schmitz, BDA, 1982-84

C. Orangerie
Grundstruktur Mitte des 19. Jh.‘s.,
Umgebaut 1984 (im wesentlichen Dach, Fensterfassade)

E. Aussenanlagen
Antrittsbereich vor Haupteingang im Norden – gepflastert Süd-östlich, zum Moseltal orientierte Terrassenfläche

Maßnahmen an den Gebäuden:
– Energetische Sanierung des Daches, der Fenster und Türen – Notwendige Brandschutzmaßnahmen
– Malerarbeiten
– Notwendige Absturzsicherungen
– ,Lochfraß‘ in der Zinkblecheindeckung des Daches
– Feuchteschäden (bspw. Hangwasser Orangeriegebäude)
– Holzbauteile der Aussenfassade
– Dachentwässerung (bspw. innenliegende Dachrinnen)
– Plattenbeläge
– Schädigungen durch Pflanzbewuchs
– Erneuerung der Kücheneinrichtung

Maßnahmen im Bereich der Aussenanlagen:
– Absturzsicherungen (bspw. Ertüchtigung des vorhanden Geländers) – Entwässerungen im Aussenbereic

Um Aussagen über Fragen von Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen und deren Notwendigkeiten zu beantworten mussten die Gegebenheiten der Liegenschaft Weißhaus in ihrer baulichen Fassung aufgearbeitet und untersucht werden. Folgende Leistungschritte wurden dazu, in Absprache mit der Projektsteuerung der GWT, getätigt:

● Baukonstruktive Bestandsaufnahme

In diesem Zusammenhang ist die Bausubstanz in Material, Konstruktion, Details beurteilt und bauliche Mängel örtlich festgestellt, nachfolgend in einem Maßnahmenkatalog zur Kostenermittlung zusammengestellt, bewertet und im wesentlichen nach der DIN 276 gegliedert worden.

● Technische Bestandsaufnahme
Die Beurteilung der Technischen Gebäudeausrüstung erfolgte in Abstimmung durch das Büro PZ-Planergruppe.

● Digitalisierung von Bestandsplänen
Parallel zu den vorgenannten Leistungsschritten erfolgte die Umzeichnung der seitens der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellten Grundrisse und Schnitte im Maßstab M 1:50 auf der Basis eines dxf/dwg-Austauschformats.

Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse in einem ,Bauteilkatalog‘.Die aus den Teilschritten gewonnenen Erkenntnisse führen schließlich zu einer Gesamtüberblick.
Hierbei erfolgte die Gliederung und Ermittlung der Kosten nach der DIN 276. Die einzelnen Maßnahmen wurden gewerkeweise in zwei Kategorien unterteilt:
Beurteilungskriterium Kategorie 1: Unbedingt erforderliche Maßnahmen zur Wiederinbetriebnahme, Reparatur und Schadensverhütung Beurteilungskriterium Kategorie 2: Energetische Maßnahmen, Empfehlungen und Optionen
Der daraus resultierende Kostenrahmen dient mit den gegebenen Empfehlungen
als Einstieg in die Kostenplanung und einer grundlegenden Erörterung eines Sanierungsrahmens.

 

Impressionen